Das Kooperationsprojekt ZEBEL
Seit dem Jahr 2000 sind die ESG und ihr Partner Schenker Deutschland AG zentrale Akteure der Logistik der Streitkräftebasis der Bundeswehr. Die beiden Unternehmen betreiben im Rahmen eines Kooperationsprojektes ein Zentrales Bundeseigenes Lager (ZEBEL) in Kaufungen bei Kassel. Über ZEBEL erfolgt die Versorgung von 185 zivilen Firmen und militärischen Instandsetzungseinrichtungen, die für die Streitkräftebasis Verteidigungssysteme und Fahrzeuge reparieren. Damit dient das Zentrallager für alle Kategorien von Ersatzteilen als Drehscheibe zwischen den Materialdepots des Heeres und den Instandsetzungsfirmen.
Als Hauptauftragnehmer steuert die ESG das gesamte Materialmanagement mit dem Programm „Material Disposition Network“ (MDNpro). Die webbasierte Software deckt die Prozesse Datenverwaltung, Ersatzteildisposition, Tauschteilmanagement und die Bedarfsermittlung und -deckung ab und leitet sämtliche operativen Aufgaben wie Transport, Lagerhaltung und Kommissionierung zur Durchführung an den Partner Schenker Deutschland AG weiter.
Ziel des Zentralen Bundeseigenen Lagers ist zum einen die effektivere und wirtschaftlichere Versorgung von Instandsetzungsunternehmen. Zum anderen will die Bundeswehr mit moderner Datenverarbeitung größtmögliche Kostentransparenz erzielen. Durch dieses Kooperationsprojekt konnten in den letzten Jahren Durchlaufzeiten, Bestände und damit Kapitalbindungskosten gesenkt sowie die Materialverfügbarkeit und die Transparenz über alle Prozessabläufe erheblich gesteigert werden. Die Kooperation mit der Bundeswehr übertrifft laut Bundesrechnungshof nachweislich die wirtschaftlichen Zielwerte.

