Studienschwerpunkte und studienbegleitende Erfahrung ebnen den Weg in die Berufstätigkeit

Mein Studium im Bereich Verkehrswesen, Fachrichtung Kfz-Technik, absolvierte ich an der TU Berlin. Als Schwerpunkte wählte ich Gesamtfahrzeug, Fahrerassistenzsysteme und Mensch-Maschine-Interaktion.

Schon zu Schulzeiten hatte ich großes Interesse an Autos und hierbei vor allem an der Funktion der einzelnen Teilsysteme, an den Zusammenhängen innerhalb des Gesamtsystems und daran, wie der Mensch/Fahrer darauf Einfluss nehmen kann. Aus diesem speziellen Interesse heraus ergaben sich meine Studienschwerpunkte.

Im Rahmen einer Werkstudententätigkeit sowie meiner Diplomarbeit bei einer kleinen Berliner Firma konnte ich erstmals die Brücke zwischen der Theorie meiner Schwerpunktfächer und der zugehörigen Praxis schlagen. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte ich mich insbesondere mit der Entwicklung von Funktions- und Bedienkonzepten sowie der Evaluation von Fahrerinformations- und Fahrerassistenzsystemen. Dahinter steht generell die Frage, wie Systeme (Fahrerassistenzsysteme) im Auto beschaffen sein müssen, damit der Fahrer vom System unterstützt wird und gut mit ihnen interagieren kann - und nicht etwa mit Informationen überhäuft und abgelenkt wird.

Im Mai 2008 bin ich als Hochschulabsolvent bei der ESG eingestiegen und seitdem als Systemingenieur im sogenannten
„Center of Competence – Systemkonzepte Automotive“ tätig. Hierbei handelt es sich um eine forschungsnahe und querschnittlich tätige Abteilung. Somit ergibt sich für mich ein sehr breit gefächertes Aufgabenfeld innerhalb innovativer Projekte – eingebettet in ein junges und engagiertes Team.

Aufgrund der soliden Ausbildung und der Erfahrung, die ich aus meinem Studium mitbringe, konnte ich mich von Anfang an gut in die Themen der Abteilung einbringen. In unserer Abteilung geht es vorwiegend darum, den Markt aus technologischen Gesichtspunkten näher zu beleuchten und zum anderen innovative Lösungen für zukünftige Fahrzeuggenerationen zu entwickeln. Neben den genannten Themengebieten zur Fahrerassistenz spielen die Entwicklung eines modernen Energiemanagements sowie die Untersuchung neuer Kommunikationsarchitekturen im Automobil eine Rolle.

Als „Systemingenieur“ beschäftige ich mich ganz allgemein gesprochen mit der Systemkonzeption, also mit der Frage, wie ein komplexes System aufgebaut sein muß. Hierbei spielen folgende Teilfragen eine Rolle: Wie müssen die einzelnen Teilsysteme zusammenspielen? Was soll das System können und was soll es dem Fahrer als Zusatznutzen bringen? Wie soll der Mensch mit dem neuen System umgehen?

Bei meinem aktuellen Projekt geht es um eine „Integrative Fahrer-Unterstützung“. Die Problematik moderner Fahrerassistenzsysteme ist, dass sie nicht wissen in welcher Situation sie sich befinden (z.B. entspannte Fahrsituation oder Gefahrensituation). Die einzelnen Systeme sind häufig nicht vernetzt und können so für den Fahrer inkonsistente Infos und Warnungen abgeben. Besonders in kritischen Situationen ist dies verwirrend und kann schnell zur Gefahr werden.
Die Herausforderung dabei ist die Frage, wie das Auto wissen kann, in welcher Situation es sich gerade befindet. Folglich gilt es herauszufinden, wie die Informationen verschiedener Sensoren dafür genutzt werden können.

Parallel arbeite ich an einem Kundenprojekt, bei dem es um die Diagnose-Optimierung im Automobil geht. Die Aufgabe besteht darin, zu ermitteln, wie in den komplexen Systemverbänden von Steuergeräten in heutigen und zukünftigen Fahrzeugen die Fehlerdiagnose so konzeptioniert und optimiert werden kann, dass Fehler trotz ständig wachsender Komplexität des Systems schnell und zuverlässig aufgedeckt werden können.

An meiner Tätigkeit in der ESG gefällt mir besonders, dass sie sehr vielseitig ist da ich immer wieder in unterschiedlichen Themengebieten und Arbeitsumfeldern tätig bin. Dadurch lerne ich sowohl die Strukturen und Prozesse der ESG als auch die des Kunden kennen und kann meine Kompetenzen in verschiedensten Bereichen erweitern.