Wie sich einzelne Ausbildungsbausteine zu einem Gesamtsystem zusammenfügen
2005 begann meine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung in der ESG. Zu meinen Einsatzgebieten zählten unter anderem die Abteilungen Unternehmenscontrolling und Personalentwicklung. Dort lernte ich insbesondere die Unternehmensstruktur sowie die -prozesse kennen und hatte von Beginn an engen Kontakt zu den Mitarbeitern, die viel mit diesen Systemen (z.B. Lotus Notes, SAP) arbeiten. Es stellte sich schnell heraus, dass das genau der richtige Einstieg für mich als angehender Entwickler war, da ich so zu allererst den Kontakt zu den Kollegen aufbauen konnte, die tagtäglich mit den entsprechenden IT-Systemen arbeiten. Dadurch habe ich von Anfang an live mitbekommen, welche Probleme beim Handling der Systeme auftreten.
Das Wissen, das ich mir während dieser Zeit angeeignet habe, konnte ich später in der Abteilung „Interne Organisation/Verfahren“, die mich 2007 nach der Ausbildung übernommen hat, sehr gut umsetzen, da ich gelernt hatte, wie die Systeme im Hintergrund miteinander interagierten und welche Bausteine sich wie zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Mit diesem Know-How war ich bald in der Lage, in Kooperation mit den einzelnen Fachabteilungen selbst neue Prozesse zu gestalten und bestehende zu verbessern. Annähernd alle dieser Anwendungen sind bis heute noch produktiv in der Firma im Einsatz.
Auch während meiner Zeit beim Kunden BMW vorort habe ich mich intensiv mit der Programmierung von Systemen beschäftigt, die zum Ziel hatten, die Arbeit der Kollegen dort zu erleichtern. Dabei ging es konkret darum, ein Programm in Java zu schreiben, das verschiedene Bauteilkombinationen auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Das war für mich besonders spannend, denn so konnte ich hautnah miterleben, wie neue Technologien in der Automobilbranche getestet und schlussendlich implementiert werden.
Während meiner gesamten Ausbildung konnte ich sehr viel Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Programmiersprachen sammeln und lernte zudem, wie man in Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen IT-Systeme gestaltet. Rückblickend würde ich die Ausbildungszeit quasi als „Orientierungsphase“ bezeichnen, in der ich herausfinden konnte, welche fachliche Ausrichtung für mich die Richtige ist. Bis heute bin ich in der Abteilung „Interne Organisation/Verfahren“ tätig und es macht mir großen Spaß, weiter bestehende Prozesse zu optimieren und neue zu entwickeln um somit den Anwendern ihre tägliche Arbeit so weit wie möglich zu erleichtern.

