ESG unterstützt EU bei der Planung und Durchführung von Auslandsoperationen

Unternehmen analysiert für das Generalsektretariat des Rates der Europäischen Union den gesamten Informationsaustausch im Umfeld militärischer und ziviler Einsätze.

Koblenz, den 22. Juli 2008

Mit Hilfe der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH wird die Europäische Union Operationen in Krisengebieten künftig effektiver durchführen können. Im Auftrag des Generalsekretariates der Europäischen Union analysiert das Unternehmen derzeit die gesamten Informationsströme, die für die Durchführung solcher Einsätze notwendig sind. Von den Ergebnissen erhofft man sich wichtige Hinweise für die Entwicklung künftiger Einsatzkonzepte und die Auslegung neuer Führungssysteme.

Bis Februar 2009 erstellt die ESG eine Ist-Analyse des gesamten Informationsaustausches bei militärischen und zivilen EU-Operationen. Untersucht werden sämtliche Ebenen von der politischen über die strategische und operative bis zu konkreten Entscheidungen im Einsatz. Die ESG kann dabei auf zwei Vorgängerprojekte aufbauen, die sie federführend in den Jahren 2006 bis 2008 für das Projektteam CIS der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) durchführte. Damals wurden die Anforderungen an den Informationsaustausch sowie die Verarbeitungs- und Entscheidungsmuster verschiedener Organisationen und Nationen auf militärischer Ebene analysiert.

Weit über hundert verschiedene Dokumente zur Durchführung von Operationen existieren auf europäischer Ebene. Sie legen fest, welche formalen Abläufe von der „Entdeckung“ eines Krisenherds durch die EU über die Bewertung und Entscheidung, mit zivilen oder militärischen Mitteln aktiv zu werden bis zum konkreten Einsatz durchgeführt werden müssen.

Die ESG analysiert alle relevanten Dokumente und erfasst die Einsatzerfahrungen durch Interviews und Workshops mit den jeweiligen Verantwortlichen. So wird unter anderem das Personal in den Standorten Mont Valérien bei Paris (EU OHQ), Stockholm (EU Battlegroup), Potsdam (EU OHQ) sowie in sämtlichen relevanten Stellen in Brüssel aktiv in die Analyse eingebunden.

Zur strukturierten Analyse und Darstellung der Ergebnisse wendet die ESG die Architekturmethode unter Verwendung des militärischen Rahmenwerks an, die sie in zahlreichen Projekten auch im Bundeswehrumfeld seit Jahren erfolgreich genutzt hat. Die so erzielten datenbankgestützen Ergebnisse können nach vielfältigen Kriterien ausgewertet und in Form von Grafiken und Reports dargestellt werden. Damit dienen sie als wertvolle Wissensdatenbank.

Die ESG erbringt die Studie direkt für das Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union. Das Projektteam auf Auftraggeberseite unter Führung des Direktors des EU Situation Centers besteht dabei aus Vertretern des Europäischen Militärstabes, der Generaldirektorate DG E (Außenbeziehungen) und DG A (Administration), der Europäischen Verteidigungsagentur sowie dem „Civilian Planning and Conduct Capability“, welches die zivilen Auslandsmissionen der EU plant und führt. Verantwortlich für die Durchführung des Projektes sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ESG-Niederlassung Koblenz.

Ansprechpartner:

Ulrich-Joachim Müller

Tel: +49-(89) 9216-2850
Fax: +49-(89) 9216-162850

ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH
Livry-Gargan-Straße 6
D - 82256 Fürstenfeldbruck