Gerhard Schempp: Bessere Einsatzvorbereitung mit Simulationsverbund

ESG-Geschäftsführer regt Entwicklung eines teilstreitkraft-übergreifenden Aus- und Weiterbildungsverbunds an.

Berlin, den 24. September 2008

Einen teilstreitkraft-übergreifenden Simulationsverbund zur besseren Vorbereitung von Bundeswehreinsätzen hat der Vorsitzende der Geschäftsführung der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH und Vorsitzende des Fachverbands Wehrtechnik im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Gerhard Schempp, angeregt. Auf einer Veranstaltung der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt in Berlin stellte er am Dienstag ein solches Konzept vor.

„Gute Planung und Vorbereitung ist Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz und für mehr Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten sowie der Zivilbevölkerung“, sagte Schempp. Schon heute würden dazu oft Simulationstechnologien eingesetzt. „Simulation ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil von Ausbildung und Training auf allen Waffensystemen von Heer, Luftwaffe und Marine.“

Ein entscheidender Schritt, so Schempp, stehe aber noch an: Die Vernetzung dieser Systeme mit dem Ziel, Übungen mit allen Teilstreitkräften gemeinsam durchzuführen und im Rahmen realistischer Szenarien den Aspekt der Multinationalität stärker zu betonen. „Die Technologien dazu sind vorhanden und werden ständig weiterentwickelt.“

Die Vorteile eines solchen künftigen Simulationsverbunds liegen auf der Hand: Er ermöglicht realistische einsatzbezogene Übungsszenarien im Sinne eines „joint und combined“-Ansatzes und bietet die Möglichkeit, alle Ausbildungsphasen in einem Gesamtkonzept einschließlich der Planung, Führung, logistischen Unterstützung, Kommunikation und Technik durchzuführen. „Gleichzeitig wird der zeitliche und finanzielle Aufwand für reale Übungen sinken. Ihre Anzahl und Dauer könnte reduziert werden“, so Schempp. Auch der in der NATO in einem Halbjahresrhythmus durchzuführende Zertifizierungsprozess für die NATO Response Force, die „schnelle Eingreiftruppe der NATO“, kann in einen Simulationsverbund integriert werden. „Auch hier wird der Aufwand erheblich reduziert werden, ohne die Ausbildungsqualität zu beeinträchtigen.“

„Das Konzept eines teilstreitkraft-übergreifenden Simulationsverbunds bietet eine große Chance für bessere Aus- und Weiterbildung und damit mehr Sicherheit im Einsatz. Die Wehrtechnische Industrie steht als verlässlicher Partner der Bundeswehr bereit“, sagte Schempp.

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