Lebenslange Weiterbildung als Credo
Staatsminister Dr. Thomas Goppel diskutiert in der ESG mit Auszubildenden und jungen Berufseinsteigern
Fürstenfeldbruck, den 25. September 2008
Wie kann der Übergang von der Universität in den Beruf reibungslos gelingen? Welche Wünsche haben Berufseinsteiger an die Schulen? Und wie kann die Politik Unternehmen bei der Ausbildung hochqualifizierten Personals unterstützten? Diese Fragen standen heute im Mittelpunkt eines Besuchs des bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel, in der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH in Fürstenfeldbruck. Sieben Auszubildende und 18 Hochschulabsolventen, die erst vor kurzem ins Berufsleben gestartet waren, diskutierten mit dem Minister.
Drei junge ESG-Mitarbeiter erläuterten Minister Goppel zunächst in kurzen Statements, wie sie den Einstieg von der Schule, Fachhochschule und Universität in den Beruf empfunden hätten. Alle wünschten sich eine verstärkte Vermittlung von Softskills – also von „sozialen Kompetenzen“ – und eine praxisnahere Ausbildung durch die öffentlichen Bildungseinrichtungen. Minister Goppel erläuterte dazu, es sei eines seiner großen Ziele, die Lehrer und Professoren speziell auch in didaktischen und pädagogischen Fähigkeiten zu schulen. „Das Wissen und die Praxisnähe sind da; oft gibt es aber Lücken in der Vermittlung.“
Die ESG ist einer der größten Job-Schaffer im Landkreis Fürstenfeldbruck. Rund 175 neue Mitarbeiter werden in diesem Jahr bei der ESG beginnen. Um qualifizierte Frauen und Männer zu finden, hat sich das Unternehmen unter anderem eng mit verschiedenen Bildungseinrichtungen verzahnt. So bietet die ESG in Zusammenarbeit mit Hochschulen kostenlose Projektmanagement-Seminare für Studierende an und beteiligt sich an einem Mentoring-Programm, das junge Ingenieurinnen bei ihren ersten Schritten im Beruf fördert.
Beeindruckt war Staatsminister Goppel von den vielen Aktivitäten der ESG in puncto Weiterbildung: Jeder Mitarbeiter, gleich welchen Alters, muss sich regelmäßig fortbilden; dafür steht ein überdurchschnittliches Budget zur Verfügung. „Weiterbildung ist das A und O unserer Gesellschaft“, sagte Goppel. Das heutige Ingenieurswissen sei bereits in wenigen Jahren veraltet. Positiv reagierte der Minister auf die Bitte, universitäre Forschung und Unternehmen enger miteinander zu verzahnen.
An der rund eineinhalbstündigen Veranstaltung in der ESG-Zentrale in Fürstenfeldbruck nahmen neben Staatsminister Goppel auch Landtagskandidat Alex Dorow und die Kandidatin für den Bezirkstag, Gabriele Off-Nesselhauf, teil.
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