Pressemeldung
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Automatische Erkundung von Landeplätzen für Hubschrauber mittels Drohnen.

Die ESG führte erfolgreiche Flugversuche mit ihrem Unbemannten Missionsausrüstungsträger durch.

22.11. 2017

Die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH wurde durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr beauftragt, die Machbarkeit einer automatischen Erkundung von Landeplätzen mittels Drohnen zu untersuchen.
Hubschrauber bieten den großen Vorteil, nahezu überall starten und landen zu können. Allerdings muss der Start- und Landeplatz bewertet und genau bekannt sein. Einige Hubschraubereinsätze, beispielsweise im Zusammenhang mit Such-, Rettungs- und Evakuierungsaufgaben führen jedoch regelmäßig in unbekanntes Terrain. Hier ist es notwendig, dass mögliche Landeplätze von der Crew aufwändig aus der Luft gesucht und bewertet werden. Genau hier können Drohnen entscheidende (Zeit-)Vorteile bringen. Mit Hilfe von Drohnen kann die Identifikation geeigneter Hubschrauber-Landeplätze schneller und großflächiger als bisher erfolgen. Außerdem bleibt die Suche nach einem Landeplatz aufgrund der kleineren Größe und geringeren Geräuschemission einer Drohne länger unbemerkt, was gerade in sicherheitskritischen Einsatzszenarien von großer Bedeutung ist. Voraussetzung ist natürlich, dass die Drohne in der Lage ist, mögliche Landeplätze überhaupt zu erkennen.
Hierzu wurden von der ESG die Anforderungen an Landeplätze erfasst, geeignete Sensorik ausgewählt und die notwendigen Algorithmen zur automatischen Erkundung prototypisch entwickelt.

Anfang Oktober wurden die Sensoren und Algorithmen schließlich im Flugversuch mit ihrem Unbemannten Missionsausrüstungsträger „UMAT“ unter realen Einsatzbedingungen erprobt. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse und aufgezeichneten Daten liefern nun wichtige Grundlagen für die Bewertung der Machbarkeit einer automatischen Landeplatzerkundung.
Der UMAT ist der unbemannte fliegende Experimentalträger der ESG. Mit ihm lassen sich auch luftfahrtechnisch noch nicht-zugelassenes Equipment, Algorithmen und Verfahren nach kurzen Integrationszeiten im Flug sicher erproben. Der UMAT basiert auf dem Muster der bis zu 150kg schweren Hubschrauberdrohne R-350 der Firma UMS Skeldar.
Währen der Erprobung wurden darüber hinaus für die unbemannte Fliegerei wichtige Aspekte betrachtet. Die Flugversuche fanden mit der Unterstützung der Wehrtechnischen Dienststelle 61 innerhalb der Kontrollzone Ingolstadt/Manching statt. Die Flüge konnten größtenteils auch außerhalb der Sichtweite der Steuerer durchgeführt werden (beyond visual line of sight, BVLOS), was deshalb bemerkenswert ist, da unmittelbar vor Beginn der Flugversuche, die neue Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) mit ihren umfassenden Regularien zum Drohnenbetrieb vollständig in Kraft getreten ist und entsprechend einzuhalten war.
Es dürfte sich damit um einen der ersten BVLOS-Flüge mit diesem Gewicht unter der neuen LuftVO und innerhalb einer Kontrollzone in Deutschland gehandelt haben.

Die ESG zählt zu den führenden deutschen Unternehmen für die Entwicklung, Integration und den Betrieb von komplexen, sicherheitsrelevanten Elektronik- und IT-Systemen. Mehr als 1600 Mitarbeiter weltweit erbringen für Kunden aus Militär, Behörden und Industrie Leistungen in der Logistik, der Systementwicklung und der Beratung.
Die ESG ist zugelassener Luftfahrtbetrieb für Luftfahrtgerät der Bundeswehr und luftfahrttechnischer Betrieb nach EASA Part 21J/G und nach EASA Part 145. Als Spezialsystemfirma für Missionsavionik, Simulation und Training, sowie spezielle Sondereinsatzsysteme bieten wir kundenspezifische Lösungen an. Unabhängige Prozess- und Technologieberatung ist eine der Schlüsselkompetenzen der ESG. Technologietransfer zwischen den Märkten ist die Basis für den entscheidenden Beitrag zur Wertschöpfung unserer Kunden.

 

 

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